20 Jahre Grüne Brücke - Partner der Natur

Im Dienst der Boden belebenden, regenerativen Landwirtschaft - wir feiern
20 Jahre Grüne Brücke - Büro für regenerative Landwirtschaft - Partner der Natur!
Heute vor 20 Jahren war mein erster Arbeitstag in der Selbstständigkeit. Davor gab es 20 Angestelltenjahre als Facharbeiter in einem ACZ, Pflanzenquarantäne-Inspektor, Agronom in einer LPG (P)´und Berater für pflanzliche Erzeugung in einem AfL. Der berufliche Beginn in der Selbstständigkeit wurde unterstützt von der Agrargenossenschaft Reinhardtsdorf e.G., Agrar GmbH Grumbach, Nentmannsdorfer Agrar e.G. und den umliegenden Landwirten, die ihre Betriebe wieder eingerichtet hatten. In den ersten zehn Jahren war Beratung der Mittelpunkt meiner Arbeit, später immer mehr die Entwicklung der bodenlebenden Methoden, die Kurse und die Öffentlichkeitsarbeit. Das ist die Basis für die heutige Breite meiner Arbeit, unterwegs im Acker- und Futterbau, Dauerkulturen und Feldgemüse. Die Förderung Boden belebender Anbaumethoden ist immer noch mein Ziel, daher bin ich Mitgründer von POSITERRA , einer Gesellschaft, die lokale Klimaschutzintiativen ermöglicht. Wir bringen humusaufbauende Landwirte und Kompensierer aus der mittelständigen Wirtschaft zusammen. Meine Vision ist es, die Boden- und Kulturen vitalisierenden Handgriffe Teil der alltäglichen Arbeit werden zu lassen. Mit meinen Mitarbeiterinnen, dem Team der Grünen Brücke, hier im immer noch verschneiten Rugiswalde, entwickle ich dafür auch weiterhin die Grundlagen.
Bleiben Sie neugierig – und uns treu! Ihr Dietmar Näser

Regenerative Landwirtschaft

Worum geht es?

Der Begriff „Regenerative Landwirtschaft“ ist aktuell in aller Munde. 2016 haben Friedrich Wenz und ich im Kontakt mit Landwirten diesen Begriff in die agronomische Praxis hierzulande eingeführt. Er stammt von Pionieren der alternativen, organischen Landwirtschaft rund um Robert Rodale in den USA. Heute gibt es viele Akteure und viele Ideen, fragen Sie bitte immer, was und wie etwas wiederhergestellt wird.

Wir haben aus der Vielzahl der Praktiken und Ansätze gemeinsam mit Landwirten ein System für Praktiker geschaffen. Es geht um die Weiterentwicklung der betrieblichen Anbauverfahren, indem das Bodenleben mit seinen Ansprüchen und die Stoffwechselaktivität der Pflanzen zum Maß der Wirksamkeit aller Arbeitsgänge gemacht werden. Damit lässt sich der lebend gebundene Kohlenstoff im Boden wiederherstellen. Man nennt ihn HUMUS – das Stoffwechselprodukt des Bodenlebens. Das ist die Basis der Bodenfruchtbarkeit – die Basis stabiler Erträge und bester Erntequalität! Es geht also um Berücksichtigung des Bodenleben- und Pflanzenanspruchs bei der täglichen Arbeit. Es geht nicht nur um technische Prozesse – sondern wie man sie gestaltet!

Wie geht das? Es haben sich in der Praxis die fünf Schritte bewährt:
- Boden belebend düngen, auch die Wirtschaftsdünger beleben
- den Unterboden lockern
- alles dauerhaft und vielfältig begrünen
- die Gründüngung vor der Saat durch flache Bearbeitung in Rotte überführen, den Prozess fermentativ steuern
- den Kulturen zur höchsten Fotosyntheseleistung verhelfen, indem abiotischer Stress durch Belebung reduziert wird

Fangen Sie in kleinen Schritten an, erweitern Sie Ihr Wissen, beobachten Sie und lernen Sie Zusammenhänge erkennen! Es sind keine einzelnen Faktoren, die zum Erfolg führen, sondern deren Zusammenwirken. Man kann in der Regel mit der vorhandenen Technik erste Erfahrungen sammeln.

Für den Bedarf an Betriebsmitteln und Geräten haben sich einige Anbieter spezialisiert. Sie sind gemeinsam auf www.regenerative-landwirtschaft.de zu finden.